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Ólafur Arnalds Ólafur Arnalds 2008 in Köln Ólafur Arnalds [[[:Vorlage:IPA]]] (* 3. November 1986[1]) ist ein isländischer Multiinstrumentalist und Produzent aus Mosfellsbær. Er war Mitglied mehrerer Bands und ist seit 2007 hauptsächlich als Solomusiker tätig. Seine Kompositionen bewegen sich zwischen Indie, klassischer und elektronischer Musik.

Werdegang Bearbeiten

Ólafur begann in früher Kindheit mit dem Erlernen von Schlagzeug, Piano und anderen Instrumenten. In seiner Jugend spielte er Schlagzeug in Hardcore-Bands, darunter Fighting Shit und Celestine. Bald zeigte er erstes Interesse am Komponieren, insbesondere am Schreiben von Filmmusik. Mit 18 Jahren begann er Musiktheorie und Komposition zu studieren, brach das Studium jedoch bald ab. Als Grund dafür führte er den Elitarismus der klassischen Musikszene an. [2]

Am 12. Oktober 2007 erschien Ólafurs erstes Soloalbum Eulogy for Evolution, das vom Tod seines Onkels und der Geburt dessen Enkels beeinflusst wurde.[3][4] 2008 begleitete er die Band Sigur Rós als Vorgruppe auf ihrer Tournee. Seit Oktober 2008 widmet er sich außerdem gemeinsam mit Janus Rasmussen dem Minimal-Techno-Projekt Kiasmos.

Im April 2009 veröffentlichte Ólafur das aus sieben Songs bestehende Projekt Found Songs. Ziel war es, binnen sieben Tagen täglich einen Song aufzunehmen und diesen sofort via Twitter und Facebook zu verbreiten. Fans war es anschließend möglich, durch die Musik inspirierte künstlerische Arbeiten auf Flickr zu veröffentlichen. Die Stücke des Found-Songs-Projekts wurden anschließend als EP am 28. August 2009 veröffentlicht.[5]

In Zusammenarbeit mit Barði Jóhannson (Bang Gang) entstand die Musikbegleitung zu Dyad 1909, einer Produktion des Random-Dance-Projektes von Wayne McGregor. Am 4. Dezember 2009 wurde die Musik als gleichnamiges Album veröffentlicht.

Ólafur arbeitet häufig mit anderen Bands zusammen. So spielte er unter anderem Banjo, Gitarre und Piano für das Soloprojekt My Summer as a Salvation Soldier eines Freundes. Er komponierte verschiedene Intros und Outros für die Heaven-Shall-Burn-Alben Antigone, Iconoclast (Part 1: The Final Resistance), Invictus (Iconoclast III) und The Split Program II. Für 65daysofstatic schrieb er ein Streicherarrangement[6].

2012 wurde mit Another Happy Day Ólafurs erster Soundtrack für einen Hollywood-Film veröffentlicht. Das Familiendrama mit Ellen Barkin, Kate Bosworth und Demi Moore ist das Kino-Debüt von Sam Levinson, Sohn des bekannten US-Regisseurs Barry Levinson [7].

Ólafurs Cousine Ólöf Arnalds ist eine bekannte Sängerin und Songschreiberin.

Diskographie Bearbeiten

  • 2007: Eulogy for Evolution
  • 2008: Variations of Static EP
  • 2009: Found Songs EP
  • 2009: Dyad 1909 (Soundtrack)
  • 2010: ...and they have escaped the weight of darkness
  • 2011: Living Room Songs
  • 2012: Stare EP (zusammen mit Nils Frahm)
  • 2012: Two Songs For Dance
  • 2013: For Now I Am Winter
  • 2014: Kiasmos (zusammen mit Janus Rasmussen als "Kiasmos")
  • 2015: The Chopin Project (zusammen mit Alice Sara Ott)
  • 2016: Trance Frendz (zusammen mit Nils Frahm)

Filmmusik Bearbeiten

  • 2010: Blinky TM (Kurzfilm, Regie: Ruairí Robinson)
  • 2010: Jitters (Regie: Baldvin Zophoníasson)
  • 2012: Another Happy Day (Regie: Sam Levinson)
  • 2013: Broadchurch (UK-Serie, Regie: James Strong)
  • 2013: Gimme Shelter (Regie: Ron Krauss)

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg <Lang> Commons: Ólafur Arnalds – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.facebook.com/olafurarnalds/posts/143003622413880 Facebook-Seite von Ólafur Arnalds. Abgerufen 5. November 2010.
  2. A conversation with Ólafur Arnalds. Interview im Lögberg-Heimskringla. Abgerufen am 21. Februar 2012.
  3. Escaping The Darkness: An Ólafur Arnalds Interview. Interview auf thequietus.com. Abgerufen am 21. Februar 2012.
  4. artraum.tv - ólafur arnalds interview. Interview mit artraum.tv. Abgerufen am 21. Februar 2012.
  5. Found Songs. Informationen zum Projekt auf der Seite des Labels Erased Tapes. Abgerufen am 4. Dezember 2009.
  6. http://www.facebook.com/olafurarnalds/posts/143003622413880. Facebook-Seite von Ólafur Arnalds. Abgerufen am 5. November 2010.
  7. http://culturmag.de/musik/olafur-arnalds-another-happy-day/46158. Rezension "Another Happy Day" im CULTurMAG, 29. Februar 2012.

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