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Die Legende von den drei weisen Königen

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Die Legende von den drei weisen Königen ist ein Neues Geistliches Lied. Es erzählt die Geschichte der im zweiten Testament (Bibel) erwähnten Weisen aus dem Morgenland neu.

Texter und Komponist Bearbeiten

Den Text des Liedes schrieb Rolf Krenzer (1936–2007), ein deutscher Liedtexter und Kinderbuchautor. Nach seinem Studium in Marburg wurde er Lehrer und Schulleiter der Otfried-Preußler-Schule in Dillenburg, einer Ganztagsschule für praktisch bildbare Kinder sowie Lehr- und Prüfungsbeauftragter der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sein besonderes Engagement galt dem Arbeitskreis Seelsorge und Theologie in der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Seine Lieder sind in der Erziehung der Vor- und Grundschulpädagogik und im Tagesstättenbereich verbreitet.

Der Komponist, Ludger Stühlmeyer (* 1961) ist seit 1980 als Kantor tätig. Er komponiert schwerpunktmäßig Werke für Chor, Sologesang, Kammermusik und Orgel. Seine Kompositionstechnik wurzelt in dem Bestreben, den Aspekt der Hörerfahrung als kommunikatives Medium erlebbar zu machen. Seine für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen konzipierten Lieder und szenischen Werke fördern in der Tradition seines Lehrers Günther Kretzschmar, die Postulate ganzheitlicher Pädagogik aufgreifend, die Erlebnisfähigkeit der Kinder und ihre Freude am Singen und Gestalten.

Entstehung Bearbeiten

Der Liedtext Es sahn drei weise Könige ist ein Beispiel für die lebensnahe, praxisbezogene Methodik des Pädagogen Rolf Krenzer. Er erzählt die Geschichte der weisen Männer aus dem Morgenland, indem er die Perspektive der Kinder einnimmt. Wenn Kinder etwas spannendes hören, springen sie sofort auf und wollen es sich ansehen. Das ist auch die Reaktion der Könige. Selbstverständlich waren sie gut erzogen und haben dem Kind zu seinem Geburtstag Geschenke mitgebracht. Das Edelste und Kostbarste, was sie fanden, hatten sie im Gepäck. Weihrauch, Myrrhe, kostbares Harz des Balsambaumes und natürlich Gold. Doch als sie dann im Stall das Kind in der Krippe liegen sahen, fragten sie sich: Was fängt es damit an? Wie ehrt man einen Neugeborenen? Doch weil sie weise waren, fiel es ihnen ein. Der erste König streichelte es zart, da griff das Kind ihm zärtlich in den Bart. Der zweite König wiegte es ganz sacht, da lachte das Kind auf seinem Arm. Der dritte König aber sang ein Lied, in das alle in dem kleinen Stall einstimmten; ein Hirte packte seine Flöte aus, und so entsteht in dieser Nacht das erste Weihnachtslied.

Die Melodie dieses Liedes greift den spielerischen Duktus des Textes auf. In der Melodie finden sich Berge und Täler, die die Weisen durchquert haben, ebenso wieder wie das funkelnde Aufleuchten des Sternes, auf dessen Spur sie unterwegs sind. Auch das in den Liturgien des afrikanischen und amerikanischen Kontinents heute noch verankerte tänzerische Element, das Singen und Spielen vor Gott kommt in ihr zum Ausdruck. Wenn Text und Melodie sich in dieser Weise zu einer Einheit verbinden, entsteht etwas, das mehr als die Summe der einzelnen Teile ist.

Das Lied Die Legende von den drei weisen Königen entstand 1998 für eine ZDF-Sternsingeraktion und wurde erstmals am 10. Januar 1999 bei der Fernsehübertragung einer liturgischen Feier gesungen, die von der Bewegung der vielen singenden und als Sternsinger in die Kirche einziehenden Kinder geprägt war.[1]

Literatur Bearbeiten

  • Barbara Stühlmeyer, Den richtigen Ton treffen - Betrachtung über das Lied "Es sah'n drei weise Könige" von Rolf Krenzer und Ludger Stühlmeyer. In: Heinrichsblatt, Katholische Wochenzeitung des Erzbistums Bamberg, Heinrichsverlag Bamberg, Nr. 1, 2. Januar 2011.
  • Barbara Stühlmeyer, Dem Stern folgen. In: Das Leben singen. Verlag DeBehr, Radeberg 2011, ISBN 978-3-939241-24-9, S. 27–34.

Einzelnachweisen Bearbeiten

  1. Barbara Stühlmeyer: Das Leben singen. Radeberg 2011, S. 27f.

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