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Funeral Doom Metal, umgangssprachlich oft nur Funeral Doom, ist ein Subgenre des Doom Metal und enstand in den frühen 90ern.

Geschichte Bearbeiten

Die Ursprünge des Stils lassen sich nicht eindeutig festlegen. Die amerikanische Band Winter und die finnische Band Thergothon gelten als Vorreiter, wobei Thergothon der größere Einfluss zugesprochen wird (Winter dagegen gilt als wegweisend für den Death Doom). Auf ihrer 1991 erschienen EP Fhtagn-nagh Yot-Sothoth kombinierten Thergothon langsamen, düsteren Doom Metal mit den Klängen eines Spinetts. Das Album Streams from the Heavens (1994) setzte diesen Stil fort, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten sich Thergothon jedoch schon getrennt.

Die ebenfalls aus Finnland stammende Band Skepticism veröffentliche 1995 ihr Debutalbum Stormcrowfleet, welches als erstes Funeral Doom-Album mit Alleinstellungsmerkmal galt, die Genremerkmale definierte und vom Label Red Stream mit dem Begriff Funeral Doom beworden wurde, als Abgrenzung zum populären Death Doom. Auch der Band Funeral wird in Hinblick auf den Namen eine Bedeutung zugesprochen. Obwohl sich deren Alben nicht dem Stil zuordnen lassen, wird ihre Demo Tristesse (1993) zu den frühen Werken des Genres gezählt.

Musikalische Merkmale Bearbeiten

Der Funeral Doom zeichnet sich durch seine langsame Spielweise aus, die oft als monoton und bedrückend wahrgenommen wird. Die Interpreten legen oftmals mehr Wert auf die Atmosphäre, Keyboards oder Synthesizer streuen dabei ambientartige, vielfältige Klangpassagen ein. Kirchenorgeln und Geigenklänge sind nicht selten, werden aber, wenn sie vorkommen, in den meisten Fällen synthetisch produziert. Ausnahmen sind Bands wie Shape of Despair und Colosseum, die auf Geigen und Cellos zurückgriffen.

Der Gesang wird häufig in den Hintergrund gemischt; es dominieren die aus dem Death Metal entnommenen Growls (wenngleich deutlich tiefer, langsamer und melancholischer), aber auch ein ruhiger Klargesang oder Black Metal-typische Schreie finden gelegentlich Anwendung. Begleitender Frauengesang (Remembrance, Shape of Despair) oder Chöre (Colosseum) sind selten, aber nicht unüblich.

Thematisch dominieren Themen wie der Tod, Trauer, Einsamkeit und Verlust, aber auch die Natur (oftmals in mystischer Art und Weise) oder Literaturvertonungen (vor allem Werke von H.P. Lovecraft).

Der Musik wird oft nachgesagt, sie sei durch Trauer- und Klagelieder beeinflusst worden; sie präsentiert sich langsam, rhythmusarm und ruhig.

Wichtige Vertreter Bearbeiten

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