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Kesha

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Kesha austria 3.jpg

Kesha in Schladming, Österreich (Dezember 2010)

Kesha Vorlage:IPA (* 1. März 1987 in Los Angeles, Kalifornien, als Kesha Rose Sebert), auch Ke$ha, ist eine US-amerikanische Popsängerin, Rapperin und Songwriterin. Obwohl schon seit 2005 im Musikgeschäft, wurde sie erst 2009 durch ihre Mitwirkung bei Right Round von Flo Rida bekannt. Der internationale Durchbruch gelang ihr etwa ein Jahr später mit ihrem eigenen Hit TiK ToK. Die Single erreichte im Sommer 2010 Platz 1 der Musikcharts in elf verschiedenen Ländern und ist bis heute in den deutschen Top 100 Singlecharts vertreten (Stand: Januar 2011). Keshas Debütalbum Animal wurde im Januar 2010 veröffentlicht und erreichte im September 2 Millionen weltweit verkaufte Einheiten.[1] Ihre Musik vereint Elemente des Dance- und Elektropop mit dem typischen Sprechgesang von Rapsongs.

Leben Bearbeiten

Kindheit und Jugend Bearbeiten

Kesha Rose Sebert wurde 1987 in Los Angeles geboren und wuchs ohne Vater auf. Ihre Mutter, Pebe Sebert, schrieb Liedtexte für Pop-Rock- und Country-Songs und zog sowohl Kesha, als auch ihren älteren Bruder Lagan, unter schwierigen finanziellen Bedingungen groß. Oft war die Familie von Sozialhilfeleistungen und Essensmarken abhängig. 1991 zog Pebe Sebert zusammen mit ihren beiden Kindern nach Nashville im Bundesstaat Tennessee, wo sie neue Arbeit fand. Dort wurde auch kurze Zeit später Keshas zweiter Bruder Louis geboren. Da Pebe Sebert ihre Arbeit als Musikerin nicht aufgeben konnte, war sie oft gezwungen, ihre drei Kinder mit in die Tonstudios oder hinter die Bühne zu nehmen. Dadurch entwickelte Kesha schon früh eine enge Bindung zur Musik. Ihre Mutter ermutigte sie zum Singen und ließ sie auf eine örtliche Musikschule gehen, in der sie das Songtexten erlernte.[2] Während der Zeit in Nashville traten die Seberts eine Folge lang als Gastfamilie für die amerikanische Sendung The Simple Life auf.[3]

Obwohl Kesha in einem internationalen Hochschulprogramm eingeschrieben war und auf der Columbia University Psychologie studieren sollte, brach sie mit siebzehn Jahren die Schule ab, um sich mehr ihrer Karriere widmen zu können. Pebe Sebert hatte über verschiedene berufliche Kontakte versucht, das Talent ihrer Tochter zu fördern. Schließlich zeigten sich die Produzenten Dr. Luke und Max Martin von Keshas Demoaufnahme beeindruckt und überzeugten sie, zurück nach Los Angeles zu ziehen. Dr. Luke nahm sie daraufhin im Alter von 18 Jahren für sein Plattenlabel unter Vertrag.[2]

Karriere Bearbeiten

Unter Dr. Lukes Plattenlabel sang Kesha zu Anfang ihrer Karriere als Backgroundsängerin für Paris Hilton.[4] Nachdem Dr. Luke von anderen Projekten abgelenkt war, unterzeichnete Kesha 2006 bei David Sonenberg für DAS Communications Inc.[5] Kesha trat als Gast in Katy Perrys Video zu ihrer Single I Kissed a Girl auf und sang 2008 im Hintergrund bei Britney Spears mit.[6] Der versprochene große Plattenvertrag und der damit verbundene Erfolg dort blieben jedoch aus. Das Label Warner Bros. Records meldete sich bei DAS Communications Inc. und zeigte Interesse für Kesha an, die jedoch noch durch ihren Vertrag mit Dr. Luke gebunden war. Kurz darauf kündigte sie bei DAS Communications Inc. und kehrte zu Dr. Luke zurück.[7] Dieser war gerade zusammen mit Flo Rida mit Tonstudioaufnahmen beschäftigt und suchte eine weibliche Stimme für dessen neuen Song Right Round. Dr. Luke schlug ihm Kesha vor, die das Angebot sofort annahm.[8] Sie ist weder im Video zu sehen, noch erscheint ihr Name auf der Hit-Single, für die sie auch nicht bezahlt wurde. Dennoch meldete sich durch Dr. Lukes Einfluss im Frühjahr 2009 RCA Records bei Kesha und bot ihr einen Plattenvertrag für mehrere Alben an.[7]

TiK ToK schrieb und produzierte sie zusammen mit Benny Blanco und Dr. Luke. Das Lied wurde zuerst kostenlos auf MySpace zum Download angeboten und im August 2009 als Keshas Debutsingle auf iTunes verfügbar. Erst zwei Monate später war es den Radiosendern zugänglich.[9] TiK ToK wurde zum kommerziellen Durchbruch für Kesha. Die Single stand in elf Ländern auf Platz 1 der Charts, im Oktober 2010 wurde sie für 5 Millionen Downloads in den USA mit fünffachem Platin ausgezeichnet. Innerhalb der letzten Dezemberwoche 2010 wurde TiK ToK mehr als 610.000-mal heruntergeladen und brach damit in den USA den Rekord für Wochendownloads weiblicher Künstlerinnen. Übertrumpft wurde dieser Erfolg nur durch Right Round.[10][11]

Keshas Album Animal wurde im Januar 2010 veröffentlicht und erreichte in den USA Platz 1 als Neueinsteiger.[12] Kritiker beschrieben das Album als „abstoßend, anzüglich und unerhört einprägsam“.[13] Blah Blah Blah, Your Love Is My Drug und Take It Off wurden später ebenfalls als Singles aus Animal veröffentlicht und erzielten ähnlichen Erfolg. Kesha trat darüber hinaus im Mai 2010 bei zwei Top-Ten-Singles von Taio Cruz und 3OH!3 als Gast auf.[14] Am 16. Juni 2010 veranstaltete Kesha ein Benefizkonzert zur Unterstützung der Menschen aus ihrer Heimatstadt Nashville, die Opfer der Überschwemmungen in Tennessee im Mai 2010 geworden waren. Insgesamt nahm sie dabei fast 70.000 $ ein.[15][16] Außerdem war sie bei Rihannas Auftritten ihrer Last Girl on Earth Tour in Nordamerika als Vorgruppe zu sehen.[17]

Am 22. November 2010 wurde Animal mit der Begleit-EP Cannibal neuveröffentlicht. Darauf waren acht neue Lieder, darunter We R Who We R, welches in den USA auf Platz 1, in Deutschland, Österreich und der Schweiz jedoch nur auf Platz 23, 24 und 21 der Singlecharts einstieg.[18][19] Cannibal selbst wurde bis jetzt nur in den amerikanischen Charts gelistet (Stand: Januar 2011).[20] Im gleichen Monat wurde bekannt gegeben, dass Kesha sich für ihre erste Tournee im Frühjahr 2011 vorbereitet. Die Get Sleazy Tour soll Auftritte in Nordamerika und Australien beinhalten.[21]

Musikstil Bearbeiten

Ke$ha Live in concert.jpg

Kesha auf einem Konzert (Oktober 2010)

Kesha sagt auf ihrer Homepage, in ihrer Kindheit in Nashville habe sie die Countrymusiker Johnny Cash, Dolly Parton und Patsy Cline verehrt. Nashville Skyline von Bob Dylan sei ihre Lieblingsplatte gewesen.[2] Für Animal soll sie sich von der jungen Madonna, Talking Heads und den Beastie Boys inspiriert haben lassen.[22] RCA beschreibt das Album als eine „Sammlung von wilden, energischen Elektropopsongs [...], die durch die massive Punk-Energie und Ke$has respektlose Texte und Einstellung noch unwiderstehlicher wird.“ Ihre Texte entnimmt Kesha aus ihrem wahren Leben und beschreibt oft Dinge, die sie wirklich erlebt hat. Es gibt Lieder, die von durchzechten Nächten erzählen (TiK ToK, Party At A Rich Dude's House), von hinterhältigen Freunden (Backstabber), Liebe (Your Love Is My Drug, Stephen), bis hin zu Trauer und Herzschmerz (Blind, Dancing With Tears In My Eyes). Kesha selbst sagt zu ihrer Musik:

„Ich will, dass meine Musik lustig, kompromisslos, aggressiv, verschnörkelt, humorvoll und interessant ist. Aber dahinter steckt Substanz. Unter meiner Schale bin ich ein emotionaler Mensch. Ich will den Menschen etwas zu hören geben, mit dem sie sich identifizieren können.“

Kesha[2]

In vielen ihrer Lieder benutzt sie während der Strophen einen Sing-Sang-Rap. Allerdings wurde sie für die übermäßige Verwendung von Auto-Tune und Vocodern kritisiert, da sie ihre Stimme zu sehr verzerren.[23] Billboard klagte, es sei schwer einzuschätzen, ob Kesha tatsächlich singen könne. Glücklicherweise hätten die Refrains jedoch ein so hohen Ohrwurmcharakter, dass sie dies entschädigen.[24] Kesha hat darüber hinaus ihre Frustration darüber geäußert, wie Frauen in der Musik-, aber vor allem in der Rap-Szene versachlicht werden. Deshalb versuche sie in Liedern wie Blah Blah Bla und Boots and Boys über das männliche Geschlecht zu singen, wie es üblicherweise bei Frauen getan wird.[25]

Öffentliches Auftreten Bearbeiten

Zu ihrem Markenzeichen, dem Dollarzeichen ($), in ihrem Namen äußerte sich Kesha folgendermaßen:

“[The] reason I have (the dollar sign), [is] ’cause it’s ironic. Like, I don’t care. I was so happy being broke. And I’m happy not being broke. It doesn’t really affect me either way. I care about taking care of people that have taken care of me — that’s important to me. But to be honest, I’m kind of repulsed by the gluttony and excesses of a lot of people in the limelight.”

„Der Grund, warum ich das Dollarzeichen habe, ist, weil es ironisch ist. Es interessiert mich nicht. Ich war glücklich, als ich pleite war. Und ich bin glücklich, nicht Pleite zu sein. Es beeinflusst mich beides nicht. Ich kümmere mich darum, für Leute da zu sein, die mir geholfen haben – das ist mir wichtig. Aber um ehrlich zu sein; ich bin ein bisschen vor der Maßlosigkeit und dem Überschuss vieler Menschen zurückgeschreckt, die im Rampenlicht stehen.“

Kesha[26]

Keshas Outfit besteht aus wildem, unordentlichem Haar und einer exzentrischen Garderobe, die sie selbst als „Garbage-Chic“ (deutsch: „Abfall-Schick“) bezeichnet. Das Bühnen-Makeup ist meist schrill mit stark geschminkten Augen und Körperglitzer.[27] Sie trägt drei Tätowierungen: Ein Dollarzeichen, einen stilisierten Totenkopf und einen Anker, den sie sich in Kuba stechen lassen haben soll. Alle befinden sich am inneren Handgelenk ihrer rechten Hand.[28][29]

2011 produzierte Kesha zusammen mit der Webseite Funny or Die ein etwa zweiminütiges Musikvideo, in dem sie einige bekannte Disneymärchen parodiert. Kesha zeigt sich als „Prinzessin Ke$ha“, die keinesfalls ein braves, singendes Mädchen sein möchte.[30]

Diskografie Bearbeiten

Kesha/Diskografie

Auszeichnungen Bearbeiten

MTV Europe Music Awards

  • 2010: in der Kategorie „Best New Act“ [31]

Bravo Otto

  • 2010: in der Kategorie „Super-Sängerin“ [32]

Eska Awards

  • 2010: in der Kategorie „Best New Artist of the Year“ [33]

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg <Lang> Commons: Kesha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Ke$ha Continues Her 2010 World Domination. In: The Official RCA Records Site. Sony Music Entertainment, 27. September 2010, abgerufen am 25. Januar 2011.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Biografie. In: The Official KeSha Site. Sony Music Entertainment, abgerufen am 25. Januar 2011.
  3. Referenzfehler: Ungültiger <ref>-Tag; es wurde kein Text für das Ref mit dem Namen homorazzi_1 angegeben.
  4. Joseph Brannigan Lynch: Ke$ha: A Music Mix Q&A on her Top 5 hit 'Tik Tok,' the origin of her name, and why she's not welcome in Paris Hilton's home. In: EW.com, Entertainment Weekly. 11. Dezember 2009, abgerufen am 26. Januar 2011.
  5. Jennifer Peltz: Pop star Kesha sued by former managers in NYC. In: The Huffington Post. 28. Mai 2010, abgerufen am 26. Januar 2011.
  6. Matt Sullivan: Kesha and the Not-Quite-72 Virgins in Her Own Personal Heaven. In: Esquire. Hearst Communications, Inc., 13. August 2009, abgerufen am 26. Januar 2011.
  7. 7,0 7,1 Bill Werde: Kesha: The Billboard Cover Story. In: Billboard. Prometheus Global Media, 19. Februar 2010, abgerufen am 28. Februar 2010.
  8. Alysia Mazzella: Kesha: Crazy, Sexy & Too Fuckin' Cool. In: 21–7 Magazine. 9. März 2009, abgerufen am 26. Januar 2011.
  9. Andrew Edgecliffe-Johnson: How to create a chart-topper. In: Yahoo! UK& Ireland Finance. 24. März 2010, abgerufen am 24. April 2010.
  10. Silvio Pietroluongo: Kesha Sets Female Download Record. In: Billboard. 30. Dezember 2009, abgerufen am 1. Januar 2010.
  11. Gold & Platinum: Kesha Singles and Albums. In: RIAA.com. Recording Industry Association of America, abgerufen am 5. Oktober 2010.
  12. Ke$Ha - Animal. In: αCharts. Abgerufen am 26. Januar 2011.
  13. $uper$tar Ke$ha Top$ Chart$. In: NPR music. 16. Januar 2010, abgerufen am 29. Januar.
  14. Mesfin Fekadu: Kesha wants to be more than pop's party girl. In: The Huffinton Post. 30. Juni 2010, abgerufen am 1. Juli 2010.
  15. Kesha Announces Nashville Flood Benefit Concert. Sony Music Entertainment, 7. Juni 2010, abgerufen am 23. Juni 2010.
  16. Michelle Castillo: Kesha — from band geek to life of the party. In: TODAYshow.com. msnbc.com, 12. August 2010, abgerufen am 13. August 2010.
  17. Mariel Concepcion: Rihanna Announces Tour With Nicki Minaj, Kesha. In: Billboard. 6. April 2010, abgerufen am 26. Juni 2010.
  18. James Montgomery: Kesha To Return With Cannibal On November 22. Animal companion will feature eight new songs. In: MTV Networks. 13. Oktober 2010, abgerufen am 13. Oktober 2010.
  19. Ke$Ha - We R Who We R. In: αCharts. Abgerufen am 27. Januar 2011.
  20. Ke$Ha - Cannibal. In: αCharts. Abgerufen am 27. Januar 2011.
  21. Megan Vick: Kesha to 'Get Sleazy' on First Headlining Tour. 9. November 2010, abgerufen am 27. November 2010.
  22. Tanner Stransky: Ke$ha Gets the Party Started. In: EW.com, Entertainment Weekly. 22. Januar 2010, abgerufen am 14. August 2010.
  23. Jonathan Keefe: Ke$ha: Animal. In: Slant Magazine. 8. Januar 2010, abgerufen am 29. März 2010.
  24. Monica Herrera: Kesha, "Animal". In: Billboard. 5. Januar 2010, abgerufen am 17. Mai 2010.
  25. Elizabeth Day: She's a walking, talking living dollar. In: The Guardian. 29. November 2010, abgerufen am 29. November 2010.
  26. Jane Stevenson: Pop sensation Ke$ha gutsy, fearless. In: jam! Showbiz. Canoe Inc., abgerufen am 30. Dezember 2010.
  27. Jo Piazza: Kesha's Look: Garbage Chic or Just Plain Trash? In: PopEater. 7. Februar 2010, abgerufen am 12. Mai 2010.
  28. Sandra Gordon: Breaking & Entering: Kesha. In: Billboard. 25. November 2009, abgerufen am 26. November 2009.
  29. Ruth Baron: 60 Seconds with Kesha. In: Details. Condé Nast Digital, 7. Januar 2010, abgerufen am 30. Dezember 2010.
  30. Neues Video: Prinzessin Ke$ha. 26. Januar 2011, abgerufen am 22. Februar 2011.
  31. MTV EMA 2010: Die Gewinner. In: MTV.com. Abgerufen am 28. Januar 2011.
  32. "BRAVO Best of 2010": Die Otto-Verleihung. In: Bravo.de. Abgerufen am 27. Januar 2011.
  33. Nagrody przyznane przez kapitule eska music awards. In: EskaMusic Awards 2010. Abgerufen am 28. Januar 2011 (polski).

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Kopie vom 23.02.2011, Quelle: Wikipedia, Autoren, Lizenz: GFDL, CC-by-sa 3.0


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