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Ludger Stühlmeyer

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Ludger Stühlmeyer 2010.JPG

Ludger Stühlmeyer 2010

Ludger Stühlmeyer (* 3. Oktober 1961 in Melle) ist ein deutscher Kantor, Musikwissenschaftler Dozent und Komponist.

Biografie Bearbeiten

Geboren in einer Musikerfamilie, erhielt er zunächst Unterricht am Konservatorium in Osnabrück. Nach dem Abitur in Melle studierte er Kirchenmusik, Alte Musik, Orgel und Gesang an der Hochschule für Künste Bremen. Kompositionsstudien betrieb er bei Helge Jung (Berlin), Günther Kretzschmar (Bremen) und Karlheinz Stockhausen (Köln). Gregorianische Semiologie belegte er bei Luigi Agustoni, Godehard Joppich und Johannes Berchmans Göschl. An der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studierte Stühlmeyer Musikwissenschaft, Philosophie und Theologie und wurde zum Doktor der Philosophie promoviert.

1980 wurde er Kantor im Bistum Osnabrück und 1988 Seelsorgebereichskantor im Bistum Münster. Seit 1994 ist er Stadt- und Dekanatskantor für Hochfranken sowie Dozent und Mitarbeiter des Amtes für Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg. 2003 übernahm er von Domkapellmeister Werner Pees die Schriftleitung der Publikationsreihe Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg. Für hervorragende künstlerische und pädagogische Leistungen ernannte ihn der Allgemeine Cäcilien-Verband für Deutschland 2013 zum Musikdirektor ACV.

Stühlmeyer komponiert Werke für Chor, Kammermusik, Klavier und Orgel. Seine Kompositionstechnik wurzelt in dem Bestreben, den Aspekt der Hörerfahrung als kommunikatives Medium erlebbar zu machen. Seine liturgische Musik ist inspiriert von den Gottesdienstformen der katholischen Kirche und dem Wort-Ton-Verhältnis des Gregorianischen Chorals, der die Komposition als Klangleib des Wortes definiert und umsetzt.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl) Bearbeiten

Bücher Bearbeiten

  1. Die Rolle der Musik in der religiösen Entwicklung der Menschheit unter besonderer Berücksichtigung des Juden- und Christentums. Diplomarbeit, Hochschulschrift der Hochschule für Künste Bremen 1986.
  2. Stationen der Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg. Bamberg 2007.
  3. Curia sonans. Die Musikgeschichte der Stadt Hof. Eine Studie zur Kultur Oberfrankens. Von der Gründung des Bistums Bamberg bis zur Gegenwart.[2] Phil. Diss., Bayerische Verlagsanstalt, Heinrichs-Verlag Bamberg 2010, ISBN 978-3-89889-155-4.
  4. Das Leben singen. Christliche Lieder und ihr Ursprung. Gemeinsam mit Barbara Stühlmeyer. Verlag DeBehr Radeberg 2011, ISBN 978-3-939241-24-9.
  5. Bernhard Lichtenberg. Ich werde meinem Gewissen folgen. Gemeinsam mit Barbara Stühlmeyer. Topos plus Verlagsgemeinschaft Kevelaer 2013, ISBN 978-3-836708-35-7. Gefördert von der Wolfgang-Siegel-Stiftung.
  6. Johann Valentin Rathgeber. Leben und Werk. Gemeinsam mit Barbara Stühlmeyer. Verlag Sankt Michaelsbund, München 2016, ISBN 978-3-943135-78-7.

Kompositionen Bearbeiten

  1. Mache dich auf, werde licht. Adventskantate für Kinderchor, Gesang-Solo und Instrumente. Uraufführung im Dezember 1989. Auszug in: Kommt wir gehen nach Bethlehem. Deutsches Liturgisches Institut, Trier 1996.
  2. Ein befreiendes Lied. Für Gesang, Soloinstrument und Klavier/Orgel. Text: Diethatd Zils. In: Liederheft des Musikalischen Pfingsttreffens, Jugendmusikfestival im Marstall Clemenswerth 1992.
  3. Die Legende von den drei weisen Königen (Neues Geistliches Lied). Gesang, Soloinstrument und Klavier/Orgel. Text: Rolf Krenzer. Uraufführung im Zweiten Deutschen Fernsehen am 10. Januar 1999.
  4. Wer glaubt kann widerstehn. Bernhard-Lichtenberg-Kantate für Sprecher, Gesang-Solo, Chor (SATB) und Instrumente. Uraufführung im Zweiten Deutschen Fernsehen im Oktober 1999. 
  5. Sehnsucht. Für Chor (SATB), Flöte und Orgel. Text: Michael Schönherr (Zyklus Wagnis Leben). Uraufführung im Zweiten Deutschen Fernsehen am 12. November 2000. In: Musica sacra, 132 Jg. Heft 6. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2012. #Atme in mir. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. Text: Augustinus von Hippo. Uraufführung in der Stiftsbibliothek St.-Gallen (Schweiz) im Rahmen der Veranstaltung Augustinus - Afrikanitaet, Universalitaet am 27. April 2002.
  6. Unsere Hoffnung. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. Uraufführung im Rahmen des deutsch-tschechischen Kulturaustausches am 2. Mai 2004.
  7. Christkindl-Messe. Für Chor (SATB), 2 Soloinstrumente und Orgel. 2004.
  8. Quatre pieces pour Orgue (Präludium, Caprice, Hymne, Fuge für Orgel-solo). Uraufführung im Rahmen der Tage neuer Kirchenmusik Bayern im Oktober 2006. (Edition Musica Rinata 2013). 
  9. O splendidissima gemma. Für Gesang-Solo und Orgel. Text: Hildegrad von Bingen. Uraufführung in der Stadtpfarrkirche St. Marien Hof am 8. Mai 2011. 
  10. Ich weiß eine Stadt und die wird einmal sein (Neues Geistliches Lied). Für Gesang, Soloinstrment und Klavier/Orgel. Text: Rolf Krenzer. Uraufführung in der Stadtpfarrkirche St. Marien Hof 2011.
  11. Atem Gottes hauch mich an. Für Gesang-Solo und Klavier/Orgel. Auftragswerk des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing zum 10. Todestag von Dorothee Sölle. Uraufführung im April 2013.
  12. Zum Engel der letzten Stunde. Für Gesang-Solo, Geige und Orgel. Auftragskomposition der Stadt Hof zum Jean-Paul Jubiläumsjahr 2013.
  13. Sehnsucht nach dem ganz Anderen (Neues Geistliches Lied). Für Chor (SATB) Soloinstrument und Klavier/Orgel. Uraufführung im Extra Radio Hochfranken am 21. Dezember 2013. (Dehm-Verlag, Limburg 2014).
  14. Johannespassion. Für Chor (SATB) und Gesangsolisten (SATB). Texte nach Joh. 18,1-19,42. Uraufführung durch den Kammerchor Capella Mariana in der Stadtpkirche St. Marien in Hof am 18. April 2014. (Berliner-Chormusik-Verlag 2014).
  15. In dulci jubilo. Aus-Flüge für Querflöte solo. 2015. Auftragskomposition von Anja Weinberger. UA 9. Dezember 2015,  Augustinerkirche Würzburg. Sonat-Verlag Kleinmachnov 2015, ISMN 979-0-50254-034-0.
  16. Das ist der Tag, den Gott gemacht. Choralbearbeitung für Orgel solo. 2016.

Noteneditionen Bearbeiten

  1. Dieterich Buxtehude. Präludium g-Moll. Sonat-Verlag, Kleinmachnow 2015, ISMN 979-0-50254-032-6.
  2. Dieterich Buxtehude. Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen. Kantate für Chor SATB, zwei Violinen und B. c., BuxWV 81. Sonat-Verlag, Kleinmachnow 2016, ISMN 979-0-50254-064-7.

Diskografie Bearbeiten

  1. Ein Hofer Königspaar. Die Orgeln von St. Marien und St. Michaelis. Georg Stanek und Ludger Stühlmeyer (Orgel). Rondeau Production, Leipzig 2012.
  2. Zum Engel der letzten Stunde. Jean Paul – Ludger Stühlmeyer. Zene Kruzikaite (Alt), Jens Wilckens (Violine), Eva Gräbner (Orgel). Balderschwang 2013.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Ein Hofer Königspaar. Rondeau Produktion 2012, Booklet S. 18-19.
  2. Frankenpost Musik in Hof – eine Erfolgsgeschichte.

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