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MaKss Damage

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MaKss Damage, auch als MAK bekannt, ist ein deutscher Rapper aus Gütersloh[1]. Seinen Namen soll er der Hauptfigur Max Damage aus dem Computerspiel Carmageddon entliehen haben. Durch seine kontroversen Texte hat er sich zunächst in der linken und kommunistischen Szene einen Namen gemacht. Seit Anfang 2011 ist er in der Neonazi-Szene unterwegs.

Musikalische Karriere Bearbeiten

Im Oktober 2008 veröffentlichte MaKss Damage seine erste Demoaufnahme, das Album Alarmstufe Rot, im Internet zum kostenlosen Download. Auf dem Cover ist ein romantisch wirkender Sonnenaufgang dargestellt, im Hintergrund sieht man die New Yorker Skyline und ein Flugzeug, welches auf das World Trade Center ansteuert. Alarmstufe Rot provoziert unter anderem durch eine RAF-Hymne und einem Loblied an Lenin.

Im Juli 2009 wurde die EP Stalins Way veröffentlicht. Der Track Ex die Havana Club gilt bis heute als Feierhymne in kommunistischen Jugendverbänden wie der Sozialistischen deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) oder der Freien deutschen Jugend (FDJ).[2] Am 7. August 2009 sollte im Berliner Stadtteil Kreuzberg ein Konzert mit MaKss Damage stattfinden. Antideutsche Blogger haben die Veranstaltung scharf angegriffen[3] und konnten den Veranstalter des Konzertes so massiv unter Druck setzen, dass MaKss Damage ausgeladen wurde.[4][5] Stattdessen spielten Holger Burner und der Berliner Rapper Sinan im Festsaal Kreuzberg.

Am 15. März 2010 wurde das Tape Makssismus 2010 veröffentlicht. Es ist wiederum zum freien Download verfügbar. Auf diesem Tape ist auch der kontroverse Song „Antideutsche Hurensöhne“ enthalten. MaKss Damage beschäftigte sich hier mit den Vorwürfen, die insbesondere von Antideutschen gegen ihn erhoben wurden. Unter anderem enthielt der Text Zeilen wie „Ich würde eher Adolf Hitler, Heinrich Himmler oder Ernst Röhm als euch links nennen.“[2]

2011 erschien ein Interview in einem neonazistischen Internet-Portal mit dem Kölner Neonazi-Aktivisten Axel Reitz, in dem er die linke Bewegung scharf angriff und seine politische Wandlung in das neonazistische Lager deutlich machte.[2] Er argumentierte mit Widersprüchen in der linken Szene[6] und hob das Kamerdaschaftsgefühl in der Neonazi-Szene hervor.[2] Als Vorbild bezeichnete er den Neonazi Horst Mahler, der früher Mitglied in der Rote Armee Fraktion war und später zur NPD gekommen war.[6] Später erschien die EP Sturmzeichen, die „von sexistischen, gewaltbereiten und jetzt eindeutig rechtesextremen Ausfällen gezeichnet“[6] ist. Im September 2011 beteiligte sich MaKss Damage mit zwei Liedern an der Berliner Schulhof-CD der NPD.[7]

Kritik Bearbeiten

MaKss Damage stand wegen seiner Songtexte bereits vor seiner Wandlung oft in der Kritik. So warf man ihm vor, dass seine Songtexte sexistisch,[8] frauenfeindlich, gewaltverherrlichend[9] und linksradikal seien. Auch wurde ihm vorgeworfen, dass seine Texte zur Vernichtung von Antideutschen aufrufen würden, er Hass gegen Israel propagiere und die „Intifada“ mit ihren Selbstmordattentätern feiern würde.[10]

Nach seinem Einstieg in die Neonazi-Szene begann MaKss Damage vermehrt nationale, aber auch rechtsextreme Elemente zu verwenden. Auf Sturmzeichen rief MaKss Damage zur Beteiligung an einem Trauermarsch in Stolberg auf. Dort war 2008 ein 19jähriger Jugendlicher durch einen Staatenlosen libanesischer Abstammung ermordet worden. Jährlich veranstaltet die neonazistische Szene dort einen Gedenkmarsch. MaKss Damage stellt den ermordeten Jugendlichen dabei als Neonazi dar.[6]

Diskografie (Auswahl) Bearbeiten

  • 2008: Alarmstufe Rot (Online-Mixtape)
  • 2009: Stalins Way (Online-EP)
  • 2010: MaKssismus 2010 (Online-Mixtape)
  • 2011: Sturmzeichen (Online-EP)

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Hinweis auf Gütersloh in der Ankündigung des Kreuzberger Konzertes (nachzulesen z.B. hier)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFlo: Makss Damage: Plötzlich Nazi! Rap.de, abgerufen am 24. September 2011.
  3. Antideutscher Blog „Theorie als Praxis“: Übersicht über Disskussion MaKss Damage / Soli-Konzert 7.8.
  4. Schlaraffenland: „Makss Damage“
  5. Antideutscher Blog „Theorie als Praxis“: „Zur Stellungnahme von MD“
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNS-HipHop: MaKss Damage. Netz gegen Nazis, 17. Juni 2011, abgerufen am 24. September 2011.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLorenz Vossen: Berlins Bildungssenator warnt vor Neonazi-CD. Berliner Morgenpost, 15. September 2011, abgerufen am 25. September 2011.
  8. Indymedia.org: Antisemitisches und sexistisches Konzert (B)
  9. Indymedia.org: Kritik zu dem Lied „KomIntern Flavour“, PDF
  10. Reflexion: „Vernichtungsphantasien“


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