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Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Musikform Sound of Frankfurt. Für das gleichnamige Festival, siehe Sound of Frankfurt (Festival).

Der Sound of Frankfurt, kurz SoF, bezeichnet verschiedene musikalische Ausprägungen der elektronischen Tanzmusik, die in den 1980er und 1990er Jahren im Raum Frankfurt am Main, im Rhein/Main-Gebiet und später auch international populär waren.

Geschichte Bearbeiten

Zunächst bezog sich der Begriff „Sound of Frankfurt“ auf eine durch Hi-NRG und Italo Disco geprägte musikalische Strömung, die ca. 1984 mit Formationen wie Two Of China (Telk Mee), Axodry (You), Moskwa TV (Tekno Talk) und MCL (Communicate), alles Projekte von RaHen und Talla 2XLC, im Raum Frankfurt am Main ihren Ausgangspunkt nahm. Der SoF wurde u.a. vorangetrieben durch die populäre hr3-Radiosendung Sounds vom Synthesizer des aus Frankfurt am Main stammenden Journalisten und Elektro-Musikers Rainer Sauer, die von 1983 bis 1986 zu einer Kult-Sendung und zum familiären Fixpunkt der sich noch in den Kinderschuhen befindlichen Rhein-Main-Techno-Szene und des SoF wurde. Im Sounds vom Synthesizer-Archiv finden sich heute noch u.a. Tapes von Protagonisten wie Couleur Trois, Okay!, Michael Münzing und Talla 2XLC.

1986 folgten Produzenten wie Rainer Streubel, der auf seinem Label Clockwork die Projekte Beat-A-Max (Liaison II) und C.C.C.P. (American-Soviets) zum internationalen Erfolg führte. Fast zeitgleich startete das Produzenten-Team Michael Münzing und Luca Anzilotti mit ihrem Label Logic Records und mit der Gruppe 16 Bit („Where Are You“), in die auch Sven Väth involviert war. Münzing, Anzilotti und Väth leiteten zudem das Projekt OFF, das mit dem Hit Electrica Salsa seinen größten Erfolg feierte.

Daran anschließend entwickelte sich etwa 1988/89 der frühe Frankfurter Techno-Sound, der unter dem Etikett „Sound of Frankfurt“ vermarktet wurde. Insbesondere die 1978 eröffnete Diskothek Dorian Gray sowie das Omen haben nachhaltig diesen Stilmix aus Aggrepo, New Beat und Acid-House geprägt. Namhafte Künstler dieser Ära waren Umo Detic, Robotiko Rejekto, Pornotanz, Nostromo Dept., Konzept, Negrosex oder Master Program (alle auf dem New-Zone-Label), sowie weitere Projekte wie Klangwerk, Pluuto und Force Legato (ZYX Music). Bekannt wurden neben Klangwerk (Die Kybernauten) hauptsächlich auch LDC mit der Hit-Maxi „Willkommen in der Schwarzen Zone“ (auf Dance Pool, 1991), beides Projekte der Produzenten Peter Zweier, Alexander Abraham und Torsten Fenslau.

Da die zuvor erwähnten Clubs auch als Geburtsstätten des Techno in Deutschland gelten, wird nicht selten der Begriff „Sound of Frankfurt“ mit dem Aufkommen der Bewegung um elektronische, insbesondere vom Trance beeinflusste Musik der 1990er Jahre und dem damit einhergehenden Lebensgefühl gleichgesetzt. Hierbei gelten Eye Q Records, Harthouse oder Frankfurt Beat Productions als stilprägend.

1994 wurde die Bezeichnung „Sound of Frankfurt“ auf eine Veranstaltung gleichen Namens übertragen (siehe Sound of Frankfurt (Festival)).

Bedeutende Plattenfirmen Bearbeiten

Erste Phase Zweite Phase Dritte Phase
  • Amnesia Records
  • Clockwork
  • Future Dance Association
  • Logic Records
  • Westside Music
  • ZYX Music
  • Abfahrt Records
  • Boy Records
  • Metamatic
  • New Zone
  • Techno Drome International

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